Die geplante Fernwärmeversorgung in Geretsried muss sich neu sortieren. Die ILN tritt vom Wärmeliefervertrag mit dem Geothermie-Unternehmen Eavor zurück. Das haben Gesellschafter und Aufsichtsrat nach eingehender Beratung beschlossen, wie die ILN in ihrem Newsletter mitteilt.
Hintergrund ist die Ankündigung von Eavor, beide Bohranlagen aus Geretsried abzuziehen. Damit sei laut ILN derzeit nicht verlässlich absehbar, ob und wann die benötigte geothermische Wärme bereitstehen kann. Außerdem hätten sich die wirtschaftlichen Grundlagen verändert. Über die Vertragsanpassungen, die Eavor angestrebt hatte, gab es bislang keine Einigung.
Die ILN zeigt sich von der Entwicklung sehr enttäuscht. Für die Planung der Fernwärme brauche es aber eine verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Grundlage, und die sei aktuell nicht gegeben.
Wie geht es weiter? Gemeinsam mit ihren Gesellschaftern will die ILN jetzt alternative und ergänzende Möglichkeiten für die Wärmeversorgung prüfen. Ziel bleibe, die Wärmewende in Geretsried voranzubringen, sicher, wirtschaftlich und klimafreundlich. Die Tür zu Eavor ist dabei nicht ganz zu: Sobald belastbare und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen vorliegen, sei man zu neuen Gesprächen bereit.
Konkrete Zeitpläne kann die ILN den Geretsriederinnen und Geretsriedern derzeit allerdings nicht nennen.