ESC Geretsried: Kaltstart, starke Aufholjagd und knappe Niederlage zum Hauptrundenende

Wie schon oft in den vergangenen Spielen gerieten die Rats erneut früh in Rückstand. Nach 76 Sekunden landete die Scheibe bereits zum 1:0 hinter Keeper Morczinietz (2.). Kurz darauf gerieten die Geretsrieder in Unterzahl, welche die Löwen 2 Sekunden vor Ablauf erneut für sich nutzten und die Führung auf 2:0 ausbauten (4.). Die Geretsrieder setzten mit einer sehr guten Chance nach rund zwölf Minuten ein erstes Zeichen. Kraiburgs Keeper Lode parierte jedoch auf der Linie (12.). Nach einem schön eingeleiteten Konter, versuchte Florian Strobl es mit einem Schuss von links, welcher zentral direkt in Lodes armen landete. Kurz darauf segelte ein kräftiger Schlagschuss von Marek Haloda nur knapp übers Tor (17.).

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kämpfte sich Angreifer Florian Strobl durch die Waldkraiburger Abwehr, scheiterte jedoch letztendlich knapp am Schlussmann Lode. In Überzahl verpassten es die Löwen zweimal die Führung weiter auszubauen. Das Team von Headcoach Randy Neal wirkte inzwischen deutlich konzentrierter und erarbeitete sich immer wieder hochkarätige Chancen. Kapitän Köhlers Schuss aufs offene Tor vereitelte leider erneut Lode mit einer sehr starken und athletischen Parade. Kurz vor Ende des zweiten Drittels ergab sich für die Gastgeber eine „zwei auf eins Situation“. Brenningers Abschluss prallte jedoch vom Pfosten ab.

Das letzte Drittel begann mit einem Powerplay für den ESC. Ein abgefälschter Schuss eines Löwenspielers landete unhaltbar im eigenen Tor des EHC. Der Treffer wurde Rats-Angreifer Florian Strobl zugeschrieben 2:1 (41.). Doch die Euphorie hielt nicht all zu lange an. Gut eine Minute später stürmte Florian Brenninger alleine auf Martin Morczinietz zu und netzte die Scheibe flach ins untere rechte Eck ein 3:1 (42.). Nach Ablauf einer Strafe gegen den ESC ging es dann schnell. Benedikt May sicherte die Scheibe für den jungen Luis Huber, der direkt von der Strafbank kommend allein aufs Tor startete und die Scheibe bärenstark im oberen Kreuzeck versenkte 3:2 (46.). Nicht mal eine Minute später klingelte es erneut im Tor der Gastgeber. Benedikt May erzielte den 3:3 Ausgleichstreffer (47.). Die Partie blieb weiter spannend und von Chancen geprägt. Trotz anhaltendem Angriffspressing des ESC, sicherten sich die Gastgeber nach dem Treffer von Christian Neuert erneut die 4:3 Führung (51.). Nur kurz darauf glichen die Geretsrieder erneut aus. Im 5 gegen 4 Powerplay verwandelte Klaus Berger nach Vorarbeit von Dominic Fuchs und Daniel Merl den Nachschuss zum 4:4 Ausgleich (54.). Einen kurzen Schreckmoment gab es, als Jakob Heigl nach einem Stockcheck ungebremst in die Bande donnerte. Er konnte die Eisfläche nach kurzer Unterbrechung jedoch selbstständig verlassen. Das darauffolgende, zweiminütige Powerplay der Rats blieb jedoch ergebnislos. 

60 packende Minuten reichten nicht um einen Sieger zu finden. In der folgenden Overtime kamen die River Rats am Ende aufgrund von zwei Strafzeiten noch in die komfortable Lage einer 5 gegen 3 Überzahl. Konnten jedoch leider kein Kapital mehr daraus schlagen. Das Penaltyschießen entschied der EHC nach vier Penaltys auf beiden Seiten mit 3:2 für sich / Endergebnis 5:4 n. P..

Fazit:

Nach einem verschlafenen Start kämpften sich die River Rats schnell zurück ins Spiel und absolvierten über weite Strecken eine Partie auf Augenhöhe. Viele Chancen auf beiden Seiten sorgten für eine ansehnliches Spiel. Am Ende hätten die Rats die Partie durchaus auch verdient für sich entscheiden können. Trotz allem hat der ESC einmal mehr Kampfgeist, Können und Willen bewiesen. Nun heißt es den Fokus und alle Konzentration auf die kommende Abstiegsrunde zu setzen.

16.01.2022 EHC Waldkraiburg – ESC Geretsried 5:4 n. P. (2:0/0:0/2:4)
Tore:
Berger, May, Strobl, Huber
Vorlagen: Haloda, Heigl, May B., Fuchs 2x, Merl
Strafen: Geretsried 8 Min. / Waldkraiburg 16 Min.
Zuschauer: 328

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